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27.09.2015

Die Sache mit der Kamera | Bloggen mit Herz

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Ihr Lieben,

kennt ihr das? Kaum ist man auf einem Bloggertreffen, schon holen alle ihre Kameras raus und eine wilde Diskussion entbrennt. Nicht nur der Kampf zwischen Nikon und Canon – nein, es wird Kameraquartett gespielt. Wer hat die höhere/niedrigere Zahl, wer wieviele Objektive?! „Ich nutze aber das Objektiv XY!“ – „Also ich fotografiere ja Food grundsätzlich nur mit diesem Objektiv hier, das war aber auch entsprechend teuer – aber es hat sich gelohnt!“. Und ich sitze dann dazwischen und denk mir so mh, ich mach das Bloggen jetzt hier nur als Hobby und habe daneben auch noch viele andere Hobbys, die ebenfalls gut ins Geld gehen können. – und dann soll ich mir noch das Objektiv für 1230€ kaufen?

Kommt man als Blogger jetzt nicht mehr ohne Megakamera aus? Ich fotografiere meine Bilder entweder mit unserer uralten D40 oder aber mit meinem Handy. Und eigentlich find ich die immer ganz gut. Mir gefallen sie. Ich hab auch nicht so richtig Ahnung von Fotografie. Ehrlichgesagt: Ich schaffe es einfach nicht, mich in noch ein weiteres Hobby einzuarbeiten. Ich will mich zwar gerne mit Blenden, Weißabgleich, Makrofotos und allem beschäftigen – aber wenn ich nicht gerade arbeite, nähe ich lieber oder backe (oder mal was ganz verrücktes: Ich unternehme was mit dem Lieblingsmann!) um überhaupt einen Blogbeitrag schreiben zu können. Hätte mein Tag noch 24 Stunden mehr, würde ich mich wirklich sehr gern etwas durchdachterer mit Fotografie beschäftigen als immer nur den Automatikmodus zu benutzen. Aber so verbringe ich lieber Zeit mit anderen Dingen. Und jetzt…?

Bin ich deswegen weniger wert als Blogger? Muss ich mich schlecht fühlen, weil ich lieber darüber nachdenke mir eine leichte, schlanke, Allround-Systemkamera die in die Handtasche passt zu kaufen, als die beste DSLR? Damit ich überhaupt mal Fotos von unterwegs mache, weil es mir sonst immer viel zu anstrengend ist, die große Kamera inkl. Tasche und Wechselobjektiv mitzuschleppen. (Ja, es gibt ein Wechselobjektiv! Das wird auch fleißig mitgeschleppt, wenn ich die Kamera mitnehme. Aber aus der Tasche raus kommt es eigentlich fast nie…) Ich finde ja, wenn man sich durch die Blogosphäre scrollt, bekommt man ganz leicht das Gefühl, deshalb nicht so gut zu sein. „Achso – du hast keine gute Kamera, naja, okay.“

Bei Bloggen mit Herz, an diesem Wochenende auf Föhr, wurde das Thema auch angesprochen. Wirklich schön war, dass der Grundtenor – trotz vieler hochwertiger Kameras auf dem Tisch – der war, dass es eben NICHT schlimm ist. Dass ein Foto mit dem iPhone genauso gut sein kann wie eins mit einer Spiegelreflex geschossenes und umgekehrt, dass man auch schlechte Fotos mit beiden Geräten schießen kann. Es ist schön zu sehen, dass es auch Menschen/Blogger gibt, die einander stehen lassen können. Egal was für Fotos, wieviele Beiträge pro Woche, welche Themen man hat: Wir sind doch alle irgendwo gleich. Wer das alles nur als Hobby macht ist genauso hochwertig wie derjenige, der für’s Bloggen Geld bekommt. Der Rest ist vor allem eins, selbstgemachter Stress und ich habe für mich beschlossen, mir diesen Stress nicht mehr machen zu lassen und Blogs und Blogger die in mir dieses Stressgefühl auslösen, einfach nicht mehr zu folgen. Denn nur dann macht Bloggen Spaß!

Geht euch das genauso? Dieser Druck mit den Kameras und den Fotos? Oder seid ihr da schon völlig tiefenentspannt…?

<3 Debbie


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