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Adventskalender | Türchen 02/2012

Jetzt wird’s flauschig!

Habt ihr schonmal gestrickt? Ich hab es vor einem Jahr wieder entdeckt und stricke seitdem extrem gerne. Stricken erfordert zwar mehr Aufmerksamkeit als häkeln, aber die Optik ist oft etwas feiner – das mag ich sehr.

Daher möchte ich euch heute meine Erfahrungen teilen und euch zeigen, wie man einen Loopschal strickt. Und alle, die bisher noch nie gestrickt haben müssen jetzt nicht direkt wegklicken, sondern können es gern auch einmal probieren. Denn ich versuche, die Anleitung so zu gestalten, dass jeder solch einen Schal stricken kann. Also los…!

Was man braucht:

  • 2 dicke Stricknadeln (meine: Prym 10mm, Länge 40cm)
  • ca. 3 Knäuel Wolle (meine: Lana Grossa Mille II, 047)
  • Häkelnadel (meine: Prym, Stärke 10mm)
  • Schere

Zeitaufwand

Etwas zwischen 3 und 5 Stunden. Blutige Anfänger brauchen aber evtl. auch 3 Tage, einen zum lernen und verzweifeln, einen zum es nochmal versuchen und schaffen und einen um alles wieder aufzuribbeln und das ganze ordentlich zu machen. (So war es bei mir…)

Los geht’s!

1) Zunächst müsst ihr euch überlegen, wie lang der Schal sein soll. Ich hab mir ungefähr 120cm vorgenommen.

2) Dann müssen die Maschen angeschlagen werden. Ich habe ungefähr 120 Maschen aufgenommen, mehr gab meine Nadel nicht her. :D Normalerweise nimmt man Maschen mit 2 Nadeln auf, damit der Anschlag nicht so fest ist – bei solch dicken Nadeln ist mir das aber zu anstrengend und viel (!) zu locker. Ihr könnt das natürlich anders machen, wichtig ist nur dass ihr eine gerade Anzahl Maschen habt, sonst geht euer Muster später nicht auf.

Nun also der Maschenanschlag: Messt von eurem Faden etwas mehr als eure doppelte Schallänge ab und lasst den Teil lose links runterhängen. Dann schlagt ihr den Faden um Daumen und Zeigefinger (siehe Bild unten) und schlagt die Maschen an. Wichtig ist, dass der Faden der zum Knäuel führt, rechts ist, also in den Finger liegt und nicht am Daumen.

Ein Video zum Maschen aufnehmen findet ihr hier, auf den Bildern habe ich auch nochmal alles festgehalten.

3) Wenn ihr jetzt eure Maschen auf der einen Nadel habt, braucht ihr noch ein Muster. Ein sehr hübsches, eindrucksvolles Muster ist das Patentmuster. Dabei strickt man immer abwechselnd 2 rechte und 2 linke Maschen.  Da es gar nicht so leicht ist, das in Fotos festzuhalten, müsst ihr euch mit (sehr guten) Videos benügen:

Rechte Maschen stricken

Linke Maschen stricken

4) Und weiter geht’s: Zunächst nehmt ihr die erste Masche „links ab“ das bedeutet ihr legt den Faden VOR die volle Nadel, stecht mit der leeren Nadel in die Masche und hebt sie einfach ab. Nichts machen, nur runterziehen. Der Faden liegt anschließend wieder hinter der vollen Nadel.

5) Jetzt geht’s aber wirklich los! Zuerst zwei rechte Maschen, dann zwei linke. So lange bis ihr am Ende seid. Dort angekommen müsstet ihr eigentlich am Ende noch eine letzte Masche übrig haben. Strickt diese rechts ab, egal wie euer Muster vorher geendet ist. So bekommt ihr rechts und links einen schönen Rand ohne Knötchen.

6) Wenn euer Schal eine ausreichende Höhe hat, könnt ihr die Maschen abstricken. Das ist jetzt ein bisschen wie häkeln, denn ihr zieht quasi die zweite Schlaufe durch die erste: Hebt die erste Masche wieder links ab, dann strickt ihr die zweite eurem Muster entsprechend. Jetzt habt ihr zwei Schlaufen auf der bisher leeren Nadel. Nun haltet ihr die erste Schlaufe fest und zieht die „neuere“ Schlaufe durch die erste. Jetzt habt ihr wieder nur eine Schlaufe auf der Nadel und die erste Masche abgestrickt. Die nächste Masche strickt ihr wieder eurem Muster entsprechend, und zieht die neuere Masche auf der rechten Nadel durch die ältere. Achtet darauf, dass ihr nicht ausversehen einfach weiter strickt, sondern immer nur zwei Maschen auf der Nadel habt. ;)

7) Alle Maschen abgestrickt und nur noch eine letzte Schlaufe auf der Nadel? Super! Schneidet den Faden recht lang ab und legt Enden des Schals aufeinander. Achtung, nicht die Schlaufe herausziehen, die braucht ihr noch!

Nun kommt die Häkelnadel ins Spiel, denn ihr müsst eurem Schal jetzt noch den Loop verpassen! Häkelt die Enden zusammen indem ihr mit der Häkelnadel erst durch die vorhandene Schlaufe und dann durch die ersten beiden „Löcher“ des Randes eures Schals stecht und eine Schlaufe zieht. Jetzt habt ihr zwei Schlaufen auf der Nadel. Nehmt nun ein neues Stück Faden und zieht es durch die beiden Schlaufen. Nun ist wieder nur eine Schlaufe auf der Häkelnadel, ihr habt eure erste feste Masche gehäkelt und könnt im nächsten Loch des Schals weitermachen. Am Ende zieht ihr eure Schlaufe ganz durch. Wenn ihr wollt, könnt ihr den Faden noch ein wenig durch den Schal fädeln und dann kürzen. Fertig ist er – euer Loopschal!! :)

Protipp: Niemals mit Kater daneben stricken.


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