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27. September

Die Sache mit der Kamera | Bloggen mit Herz

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Ihr Lieben,

kennt ihr das? Kaum ist man auf einem Bloggertreffen, schon holen alle ihre Kameras raus und eine wilde Diskussion entbrennt. Nicht nur der Kampf zwischen Nikon und Canon – nein, es wird Kameraquartett gespielt. Wer hat die höhere/niedrigere Zahl, wer wieviele Objektive?! „Ich nutze aber das Objektiv XY!“ – „Also ich fotografiere ja Food grundsätzlich nur mit diesem Objektiv hier, das war aber auch entsprechend teuer – aber es hat sich gelohnt!“. Und ich sitze dann dazwischen und denk mir so mh, ich mach das Bloggen jetzt hier nur als Hobby und habe daneben auch noch viele andere Hobbys, die ebenfalls gut ins Geld gehen können. – und dann soll ich mir noch das Objektiv für 1230€ kaufen?

Kommt man als Blogger jetzt nicht mehr ohne Megakamera aus? Ich fotografiere meine Bilder entweder mit unserer uralten D40 oder aber mit meinem Handy. Und eigentlich find ich die immer ganz gut. Mir gefallen sie. Ich hab auch nicht so richtig Ahnung von Fotografie. Ehrlichgesagt: Ich schaffe es einfach nicht, mich in noch ein weiteres Hobby einzuarbeiten. Ich will mich zwar gerne mit Blenden, Weißabgleich, Makrofotos und allem beschäftigen – aber wenn ich nicht gerade arbeite, nähe ich lieber oder backe (oder mal was ganz verrücktes: Ich unternehme was mit dem Lieblingsmann!) um überhaupt einen Blogbeitrag schreiben zu können. Hätte mein Tag noch 24 Stunden mehr, würde ich mich wirklich sehr gern etwas durchdachterer mit Fotografie beschäftigen als immer nur den Automatikmodus zu benutzen. Aber so verbringe ich lieber Zeit mit anderen Dingen. Und jetzt…?

Bin ich deswegen weniger wert als Blogger? Muss ich mich schlecht fühlen, weil ich lieber darüber nachdenke mir eine leichte, schlanke, Allround-Systemkamera die in die Handtasche passt zu kaufen, als die beste DSLR? Damit ich überhaupt mal Fotos von unterwegs mache, weil es mir sonst immer viel zu anstrengend ist, die große Kamera inkl. Tasche und Wechselobjektiv mitzuschleppen. (Ja, es gibt ein Wechselobjektiv! Das wird auch fleißig mitgeschleppt, wenn ich die Kamera mitnehme. Aber aus der Tasche raus kommt es eigentlich fast nie…) Ich finde ja, wenn man sich durch die Blogosphäre scrollt, bekommt man ganz leicht das Gefühl, deshalb nicht so gut zu sein. „Achso – du hast keine gute Kamera, naja, okay.“

Bei Bloggen mit Herz, an diesem Wochenende auf Föhr, wurde das Thema auch angesprochen. Wirklich schön war, dass der Grundtenor – trotz vieler hochwertiger Kameras auf dem Tisch – der war, dass es eben NICHT schlimm ist. Dass ein Foto mit dem iPhone genauso gut sein kann wie eins mit einer Spiegelreflex geschossenes und umgekehrt, dass man auch schlechte Fotos mit beiden Geräten schießen kann. Es ist schön zu sehen, dass es auch Menschen/Blogger gibt, die einander stehen lassen können. Egal was für Fotos, wieviele Beiträge pro Woche, welche Themen man hat: Wir sind doch alle irgendwo gleich. Wer das alles nur als Hobby macht ist genauso hochwertig wie derjenige, der für’s Bloggen Geld bekommt. Der Rest ist vor allem eins, selbstgemachter Stress und ich habe für mich beschlossen, mir diesen Stress nicht mehr machen zu lassen und Blogs und Blogger die in mir dieses Stressgefühl auslösen, einfach nicht mehr zu folgen. Denn nur dann macht Bloggen Spaß!

Geht euch das genauso? Dieser Druck mit den Kameras und den Fotos? Oder seid ihr da schon völlig tiefenentspannt…?

<3 Debbie

18. September

Flausch am Freitag || 028

Endlich Freitag!! Nur noch 8 Stunden doof gucken und dann is’ Wochenende, sag ich immer. Damit die Zeit bis dahin schneller vergeht, heute ein Video bei dem ich wirklich die ganze Zeit quietschen musste. DIE GAN-ZE ZEIT! <3

(Direktflausch auf YouTube)

24. August

Syrien und Vanillesirup #bloggerfuerfluechtlinge

Ein Freund auf facebook postete gestern ein Video über eine Dokumentation aus Syrien, die am Abend im Fernsehen laufen soll. Heute sehe ich sie mir nochmal an und denke „Oh man, das ist einfach nur so heftig.“ Ich sehe dort Teenager, die auf ein winziges Baby aufpassen (müssen?), das irgendwie liebevoll eingewickelt wurde. Währenddessen tritt mein eigenes Baby von innen gegen meinen Bauch. „So krass.“ denke ich.

Dann stehe ich auf, gehe zur Kaffeemaschine um mir dort einen Latte Macchiato zu ziehen. Anschließend schreibe ich „Vanillesirup“ auf den Einkaufszettel, ich musste nämlich heute mit Kokossirup vorlieb nehmen, weil Vanille auf ist. Dann denke ich kurz nach und hole meinen Laptop aus meinem gemütlichen Arbeitszimmer und setze mich aufs Sofa um diesen Beitrag zu schreiben. Mist – ganz schön süß geworden, der Latte Macchiato.

Ist das nicht eigentlich fürchterlich heuchlerisch? Hier zu sitzen, mit meinem Kaffee und mich darüber aufzuregen, dass die Dachdecker die unsere Mietshaus renovieren schon wieder so laut sind und gleichzeitig die Dinge, die dort in Syrien passieren unglaublich furchtbar zu finden? Im Prinzip muss ich leider sagen: Ja, das ist es. Aber sowas von!

Wir sitzen hier in unserem hübschen, recht sicheren Land. Meine Generation kennt Krieg nur aus langweiligen Geschichtunterrichtsstunden. Und die derzeitigen Kriesengebiete sind ja eigentlich auch ganz schön weit weg und so. Aber schon schlimm, was dort passiert. Ja, wirklich. (Dazu bitte bekräftigend kopfschütteln.) Aber wenn dann jetzt die Flüchtlinge nach Deutschland kommen, kümmert sich ja bestimmt jemand um sie. Ist dann ja alles gut. (So oder so ähnlich hört es sich zumindest bei wohlgesonnenen Menschen an. Über den Rest möchte ich einfach nicht reden.) Achso, ich? Ja. Hm. Ich. Hab auch ganz schön viele Termine und so… stressiges Leben. Und ich weiß ja auch gar nicht was ich tun kann.

Gestern oder heute las ich (ebenfalls auf facebook) diesen Artikel. Es ging da um eine Aktion für Flüchtlinge aus Hamburg und vor allem um’s „Einfach machen!“ – denn irgendwas machen kann jeder. Und sei es nur alte Klamotten zu sortieren und zu einer Sammelstelle zu bringen oder etwas zu spenden, das geht nämlich sogar vom heimischen Sofa aus.

Wir gehen mit einer Gruppe meiner Gemeinde alle zwei Wochen sonntags zu einem Flüchtlingsheim bei uns in der Stadt. Wir bringen Kuchen und Getränke mit und setzen uns dort hin um mit den Flüchtlingen Kaffee zu trinken, Kuchen zu essen und ein bisschen ins Gespräch zu kommen. Manche Gespräche sind schwierig, teilweise können die Menschen dort nur sehr wenig bis gar kein Deutsch oder Englisch. Doch Essen und Trinken tun sie alle. Unser Kuchen wird immer gut angenommen, jeder ist dankbar für eine Tasse Kaffee. Es ist ein bisschen Abwechslung in ihrem tristen Alltag im Heim, manche warten regelrecht darauf, dass wir wiederkommen. Und jedes Mal wenn wir gehen fragen sie, wann das nächste Mal ist. Und sie bedanken sich dafür, dass wir da waren. Weil sie froh sind, hier zu sein und ein bisschen Kontakt zu bekommen. Und genau darum geht es eigentlich auch:

Syrien liegt knapp 4000 Kilometer von hier entfernt. Wir waren letztens in Frankreich mit dem Auto. Etwa 20 Stunden waren wir unterwegs, 1300 km. Und wir waren so fertig, dass wir anschließend nochmal eine Woche Erholung brauchten. Und wir sind nicht gelaufen und auch nicht unter irgendeiner Plane in der sengenden Sonne unterwegs gewesen, sondern hübsch im klimatisierten Auto gefahren! Und trotzdem brauche ich nicht vor Scham darüber im Boden zu versinken. Ich bin unglaublich froh und dankbar über mein Leben – es ist ein wunderbares Geschenk. Aber ich kann nichts dafür, hier geboren zu sein. Was den Menschen mit denen wir Sonntags im Flüchtlingsheim reden passiert ist, darf ich gar nicht so genau an mich ran lassen. Weil es viel zu schrecklich ist. Und es bringt weder mir noch den Flüchtlingen hier etwas, wenn ich vor lauter Trauer den Kopf in den Sand stecke.

Das wichtigste ist doch, etwas zu tun, oder? Einfach was machen! Und genau das tue ich. Ich möchte die Flüchtlinge in meinem Land willkommen heißen und ihnen das Gefühl geben, angekommen zu sein. Und gleichzeitig kann ich froh und dankbar sein, schon immer hier zu leben. Das geht – beides! Ohne schlechtes Gewissen. Mit diesem Glück im Herzen kann ich viel besser auf die Menschen die hier stranden zu gehen und sie begleiten.

Es ist furchtbar, was dort in den Ländern passiert. Aber dagegen kann ich von hier aus nichts tun. Ich kann nur hier an meinem Wohnort etwas tun. Und das ist eigentlich ziemlich einfach…

#bloggerfuerfluechtlinge #refugeeswelcome #1000malwillkommen

21. August

Flausch am Freitag || 027

Endlich Freitag!! Nur noch 8 Stunden doof gucken und dann is’ Wochenende, sag ich immer. Damit die Zeit bis dahin schneller vergeht, heute ein Video mit der Warnung: Achtung, Cuteness Overload! :)

(Direktflausch auf YouTube)

18. August

Lieblings-Links – Schönes aus dem Web

Huhu ihr Lieben!

Lang ist’s her, da gab es mal die Lieblings-Links bei mir. Eine Mittwochstradition, die ich nur zu gern wieder aufgreife.

Also: Kuschelt euch ein, bei diesem useligen Regenwetter, und guckt was ich diesmal für euch habe!

  1. Wer gerne durch fremde Gärten stöbert, kann hier einen kleinen Blick in den Garten von Anna werfen. Das sind nicht nur schöne Bilder, sondern irgendwie bleibt der Sommer dann doch hier.
  2. Ihr näht gerne? Im Makerist Näh-Café gibt es regelmäßig (sogar jede Woche?) eine Gratis-Nähanleitung mit Schnittmuster!
  3. Ich habe es zwar schon im anderen Beitrag verlinkt, aber der herrJJ hat ein Reisetagebuch unseres Urlaubs gemacht! Sehr sehenswert! :)
  4. Kennt ihr das Plötzblog? Ich bin erst letztens darauf gestoßen. Es ist ein Blog über’s Brot backen – ich wusste gar nicht, dass man so etwas SO schön gestalten kann.
  5. Zwar schon etwas älter, aber trotzdem toll: Warum die Schweden am besten Midsommer feiern. Hach.
  6. Sommer ist Eiszeit! :) Und wer nach Berlin fährt braucht die Berlin-Icecream-Map! Warum habe ich die nicht schon viel früher entdeckt?!
  7. Weil es bei mir auch bald Thema (oder eben NICHT) werden wird: Die unsinnige Diskussion über den Afterbabybody. Puh.
  8. Letztens stieß ich irgendwo auf das Wort „Makramee“ und dachte noch so „war war das noch gleich…?“. Nach ein bisschen googlen hatte ich mind. 10 hässliche Arten von Makramee gefunden. Und dann kam das hier: DIY-Hängelichter. Werde ich für den Herbst definitiv umsetzen!
  9. Wir haben es erstmal hinter uns, den Herzfreunden steht es bald bevor. Und euch vielleicht auch? Wer eine Küche neu plant muss einiges beachten. Für IKEA-Küchen hat Heike auf ihrem Blog einen kleinen Helfer geschrieben.
  10. „ICH BRAUCHE ESSIGCHIPS.“ Der Lieblingsmann rechnet jede Minute mit solch einer Aussage. Der @leitmedium erlebt es gerade und schreibt darüber – sehr lustig und sehr lesenswert, auch für Menschen ohne Kinder (-wunsch).
18. August

Ganz schön still hier II

Nachdem aller Anfang in der Selbstständigkeit schwer war, hatte ich irgendwann das „OMG, was war denn das für eine Idee“ überwunden und so langsam kehrte Alltag ein. Ich konnte also wieder meinen normalen Gewohnheiten nachgehen: Twitter, Instagram, facebook, Pinterest. Alles wurde wieder regelmäßiger gelesen, kommentiert, geherzt. Und zwar ein paar Wochen lang. Und dann? Dann hatte ich ganz plötzlich die Schnauze voll. Kennt ihr das? Ihr öffnet facebook und lest irgendeinen hirnrissigen Kommentar des Freundes eines Freundes oder bekommt auf Twitter diverse dämliche Retweets nacheinander?! Ich wurde immer genervter.

Wenigstens Pinterest?! Ja, Pinterest sollte mir dann doch wieder etwas Luft und Kreativität verschaffen. Da gibt es immer so viele schöne Dinge. Ja – die gibt es. Nachdem 20. Tab mit „Oh, wie toll das muss ich aber unbedingt machen!“ und dem unbestimmten Gefühl im Netz einfach nicht mehr mit zu kommen habe ich das Fenster wieder geschlossen und mich wieder in die Arbeit und das reale Leben gestürzt.

Und plötzlich fehlte es mir nicht mehr. Was ziemlich komisch war. Denn wenig zu teilen gab und gibt es definitiv nicht. Aber ich wusste nicht wie. Meinen Twitter-Account habe ich geschlossen und einen anderen geöffnet. Der machte dann aber erstmal nichts, auf dem privaten konnte ich mit Followern, die bereits Freundinnen geworden waren kommunizieren. Aber der Rest der Welt interessierte mich erstmal herzlich wenig. Es war eh immer das gleiche, jeder macht das Selbe. Gibt es irgendwelche Aktionen, finde ich sie gleich auf 100 Kanälen – egal ob ich sie gut oder schlecht finde, das nervte mich.

Im Juli waren wir sogar eine Woche in einem wirklich spannenden Urlaub in Dänemark Südfrankreich. So viel zu erzählen, soviele Eindrücke festzuhalten und zu teilen. Und was war? Ich hatte kein Internet, der Mann zwar schon – aber ich verspürte nichtmal das kleinste Bedürfnis, mich über sein Handy einzuwählen und mal ein Bild zu teilen. Im Gegenteil, die meiste Zeit war das Handy in der Ferienwohnung und ich habe nicht ein einziges Bild geknipst.

Wieder zuhause hatte ich endlich wieder W-LAN – yeah! Und jetzt? Hatte ich sonst das dringende Bedürfnis meine Lieblingsblogs nachzulesen, meine Lieblingsinstagrammer zu stalken oder die Twittertimeline bis 10 Tage vorher zu durchforsten machte ich jetzt einfach normal weiter.

Klar, ein paar Bilder habe ich gemacht, aber mehr für mich als für andere. Und yeah, ich freue mich wirklich darüber, wirklich jede Woche (seit der 12.) ein Schwangerschaftsbild hochzuladen. Aber was war denn los? War mir das Internet egal geworden? War ich am Ende keine Bloggerin mehr? Seit 6 Monaten keinen Beitrag mehr, die Kommunikation mit anderen Bloggern auf ein Minimum reduziert – sollte ich jetzt wirklich noch zu Bloggen mit Herz? Lohnt sich das Ding mit dem Internet überhaupt noch…? Diese Gedanken kreisen nun schon seit ein paar Tagen in meinem Kopf herum.

Und dann? Dann habe ich mir Urlaub genommen. Urlaub von der Arbeit, vom Haushalt, vom Internet. Und habe Sachen für mich gemacht – NUR FÜR MICH. Naja – nicht ganz, ich habe auch was für’s Baby genäht. Aber ich war z.B. Stoff gucken und kaufen, 2 1/2 Stunden lang. Alleine. Es war herrlich. Denn ich hatte die Zeit und fand es schön, mal an nichts anderes zu denken. Und dann habe ich doch wieder das Internet geöffnet und stundenlang nach Schnittmustern gesucht, aber auch wirklich nur danach. Und dann ein Pinterest-Board eröffnet für Baby-Sachen. Nur um die zu sortieren natürlich. Und dann mit Freundinnen über Twitter geschrieben, was die denn so genäht haben. Und dann Schnittmuster ausgedruckt und zusammengesetzt. Und dann Musik angemacht und genäht. Und so langsam aber sicher wurde ich wieder kreativ. Habe Schnittmuster kombiniert und geändert und plötzlich war da der Wunsch, das mit euch zu teilen. Ganz von alleine und ganz leise…

Manchmal ist also wirklich alles zuviel. Das Internet kann einem ganz schön auf den Keks gehen. Und der selbstgemachte Druck den man sich macht, der immer schlimmer wird mit jeden Tag an dem man nichts gebloggt/getwittert/geteilt hat, kann einen fertig machen. Was euch in so einer Situation hilft, weiß ich nicht. Mir hat der Rückzug in mein kreatives Kämmerlein wirklich sehr geholfen.

Und jetzt? Nachdem ich am Wochenende das bezaubernde Frl. Weiss wieder gesehen habe (ich hatte sie auf dem letzten Bloggen mit Herz kennengelernt), war mir klar: Niemals gebe ich das Bloggen auf. Wieviele wunderbare Menschen ich dadurch schon getroffen habe, all die Ideen und die Kreativität!! Und all die Menschen und Ideen die noch kommen werden. Wie wunderbar das wird!

In diesem Sinne: Danke, liebes Internet, dass es dich gibt. <3

Es wird alles wieder gut. Und solange es uns nicht gut geht, ist es nicht das Ende.

27. März

Flausch am Freitag || 026

Endlich Freitag!! Nur noch 8 Stunden doof gucken und dann is’ Wochenende, sag ich immer. Damit die Zeit bis dahin schneller vergeht, heute ein Video, das ziemlich genau wiedergibt wie ich mich fühle, wenn ich einem frischen Bett liegen.

(Direktflausch auf YouTube)

12. März

Ganz schön still hier…!

Seit Anfang des Jahres ist es ganz schön still hier, was? Tja, so war das wohl. Kein Flausch am Freitag und keine Rezepte. Es war nicht so, dass mir nichts eingefallen ist – nur meine Prioritäten haben sich kurzzeitig verschoben. Denn: ich habe meinen alten Job gekündigt und mich als Grafikerin selbstständig gemacht! Das forderte mich erstmal so sehr, dass für den Blog keine Zeit mehr bliebt. Aber ich kann euch sagen: Es ist einfach nur unglaublich aufregend und manchmal ziemlich verwirrend, plötzlich sein eigener Chef zu sein. Unter nordherz Kommunikationsdesign habe ich hier in Oldenburg nun meine kleine eigene Firma.


Ich arbeite von zuhause, hier habe ich einen kleinen süßen feinen Arbeitsplatz an dem die Sonne reinscheint (wenn sie denn scheint) und wo ich in meinem Tempo arbeiten kann, wann, wo und wie ich will. Es ist herrlich! Meistens jedenfalls, denn – und alle die selbständig sind werden beständig nicken – es ist nicht immer leicht. Ganz im Gegenteil, es ist furchtbar schwer, wenn die Aufträge nur kleckerweise reinkommen. Es läuft ganz gut an, aber ihr dürft jetzt nicht denken, dass plötzlich alle Grafiken wollen – vor allem, dass plötzlich alle Grafiken bezahlen wollen. „Oh, du bist jetzt selbstständig? Dann hast du doch bestimmt Zeit für etwas für mich, oder?“ Die Sätze kennt ihr bestimmt auch. Der schlimmste Punkt aber ist mein eigener Anspruch. Glücklicherweise habe ich den Lieblingsmann, der mich immer wieder runterholen kann, wenn ich mich mit anderen Selbstständigen vergleiche. (Natürlich nur diejenigen, die seit ca. 5 Jahren im Geschäft sind und schon mega viele Referenzen haben.) Sabine hat letztens auf facebook einen Beitrag geteilt, der es ziemlich genau trifft: Gründen heißt auch Aushalten.

Und so sitze ich hier, an meinem Arbeitsplatz und muss mir immer wieder sagen, dass ich noch genug Zeit habe um mich zu finden. Aber da gibt es dann auch immer wieder den kleinen Optimisten in meinem Herzen, der jeden Sonnenstrahl aufsaugt den ich draußen genießen kann, während andere im Büro sitzen. Ich kann es selbst noch fast nicht glauben: ich bin selbstständig. Und tierisch glücklich. ♥︎

21. Dezember

{Nr. 4} Advents-Sonntags-Kalender 2014: Piet.

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Einen schönen vierten Advent ihr Lieben!

Heute zeige ich euch wie ihr mit ein bisschen Nähgeschick ein süßes, kleines Geschenk selbst machen könnt. Es sind ja noch 2 Tage Zeit – da könnt ihr das noch schaffen! Ich zeige euch heute wie ihr Piet näht, eine Körnerkatze. Meinetwegen auch eine Kuschelkatze, ich habe sie aber schon vor Ewigkeiten mal als Körnerkatze konzipiert (das klingt so hochtrabend…) – daher zeige ich euch auch heute wie ihr den kleinen Piet so nähen könnt.

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Ihr braucht:

  • Nähmaschine
  • ein Stoffstück für die Außenhülle (z.B. Leinen, für eine Größe von etwa A4 habe ich ca. 30x30cm verwendet)
  • … und farblich passendes Garn
  • ein Stoffstück für das Inlay, ebenfalls 30x30cm
  • Roggenkörner (oder Kirschkerne)
  • ein Stoffrestchen für das Lätzchen
  • dickes schwarzes Garn für das Gesicht
  • kleines Stückchen Filz für die Nase
  • Sticknadel

Los geht’s!

  1. Den Umriss herunterladen und ausdrucken (je nachdem wie groß ihr Piet nähen wollt), ich drucke das Ganze auf A4, dann hat Piet eine hübsche Größe, aber auch in A5 ist er niedlich.
  2. Die Form ausschneiden, wer möchte kann Gesicht und Lätzchen auch ausschneiden – oder das einfach frei Hand machen, es kommt hier eigentlich gar nicht so genau auf das Schnittmuster drauf an…
  3. Fangen wir mit der Außenhülle an: Den Umriss einmal komplett auf den Oberstoff zeichnen (+ 0,75 cm Nahtzugabe ringsherum) dann das Schnittmuster wenden und einmal von den Öhrchen bis 2/3 (an der geraden Kante 1,5 cm Nahtzugabe) nach unten und einmal von unten bis zur Hälfte (an der geraden Kante 1,5cm Nahtzugabe) nach oben. Die kleinen Stückchen sind dann die Rückseite, damit ihr das Inlay auch reinlegen könnt.
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  5. Auf die Vorderseite, also das ganze Stoffstück näht ihr jetzt das Lätzchen auf. Entweder näht ihr das vorher noch um oder lasst es ausfransen, das sieht auch sehr hübsch aus. Anschließend das Gesicht aufsticken und dabei die Filznase mit aufnähen. Um Augen und Schnute habe ich mit der Nadel einfach immer wieder drum genäht, sodass da so kleine Häufchen entstanden sind.
  6. Nachdem die Vorderseite fertig ist, kümmern wir uns um die Rückseite: Die geraden Seiten der Rückenteile je zweimal einklappen (also einmal die halbe Nahtzugabe, dann nochmal, dass die Schnittkante ganz versteckt wird) und absteppen. Achtet hier darauf, dass die umgeklappte Seite auf die linke Stoffseite zeigt!
  7. Jetzt legt ihr die Hälften aufeinander: die Vorderseite mit dem Gesicht zu euch, dann der obere 2/3-Teil mit der eingeklappten Nahtzugabe nach oben zu euch zeigend, dann das Unterteil unten passend anlegen (ebenfalls mit umgenähter Kante nach oben) .
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  9. Steckt alles zusammen und steppt alles füßchenbreit ab (also einfach mit der Standardeinstellung der Nähmaschine drumherum nähen).
  10. Das Inlay wird einfacher: Den Umriss von Piet einmal komplett auf den Stoff für das Inlay zeichnen, Schnittmuster wenden und nochmals komplett aufzeichnen.
  11. Beide Teile inkl. 1,5cm Nahtzugabe ausschneiden, aufeinanderlegen und zusammennähen. Dabei eine Wendeöffnung von ca. 5 cm lassen.
  12. Inlay mit Körnern füllen (probiert ruhig immer wieder aus, wie das Körnerkissen sich anfühlt), aber füllt nicht zuviele Körner hinein, sonst kriegt ihr Probleme mit der Maschine.
  13. Wendeöffnung so gut wie möglich von Körnern abschirmen (ich nehme immer Stecknadeln) und mit einer Naht dicht an der Kante verschließen.
  14. Inlay in die Hülle stecken: Fertig ist Piet. <3

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Ich hoffe, das Ganze war halbwegs verständlich für euch… wenn ihr noch Fragen habt, schreibt mir doch gern!

14. Dezember

{Nr. 3} Advents-Sonntags-Kalender 2014: Weihnachtlich duftender Baumanhänger

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Das heutige Adventstürchen findet ihr bei Anna auf ilvie-katten.de. ♥ Hopst rüber! :)

Ich wünsche euch einen schönen 3. Advent.